Benefizkonzert Kaffee und Kultur

zugunsten des Franken Hospiz in Weinsberg

Sonntag 27. März 2011 Baukelter Weinsberg

30.3.2011

von Karin Freudenberger

Kaffee und Kultur für guten Zweck

 

Weinsberg - Als am 4. Dezember 2010 im Franken-Hospiz Werner Gurr verstarb, war es den Angehörigen ein großes Bedürfnis, sich auf ganz besondere Weise für die gute Pflege zu bedanken. Tochter Gabi Bertsch, selbst gelernte Krankenschwester, hatte es als sehr angenehm empfunden, dass ihr Vater die letzten vier Wochen seines Lebens dort fast schmerzfrei und dennoch ansprechbar verbringen konnte. "Es war für die ganze Familie eine Erleichterung, dass diese Institution praktisch direkt vor der Haustür in Weinsberg ist und uns eine Riesenverantwortung abgenommen hat", erinnert sie sich dankbar. Doch sie hatte auch mitbekommen, wie eng der finanzielle Rahmen ist. Deshalb beschloss sie damals spontan, gemeinsam mit dem Freundeskreis Stationäres Hospiz eine Benefizveranstaltung zu organisieren.

Bunter Nachmittag Unter dem Stichwort "Kaffee und Kultur" erfolgte deshalb jetzt der bunte Nachmittag in der Baukelter, der die Kultur in den Michael-Beheim-Saal und die Bewirtung in den Helfensteinkeller brachte.

Bertsch staunte, als sie verschiedene Bekannte und Freunde wegen Mithilfe ansprach. Die Mittel und Kuchen flossen reichlich, sowohl von privater Seite als auch von Geschäftsleuten. "Die Bäckereien Grimmeisen, Hönnige und Trunk, Naturkost Glück, die Gärtnerei Supp, der Weltladen, das Papier-Kontor, die Falken-Apotheke und die Agentur Weinsberger Kreuz haben sich sofort zur Teilnahme bereit erklärt", freute sich Bertsch. Bei der Kultur mit von der Partie war zunächst Angelika Hart. Die Schauspielerin am Heilbronner Theater las aus dem Roman "Kürzere Tage" von Anna Katharina Hahn.

Auch hier war der Tod gegenwärtig in der Beschreibung des Lebens eines älteren Ehepaares. Für den Wimmentaler Gesangverein Urbanus war es ebenfalls eine Selbstverständlichkeit, sich in die Veranstaltung einzubringen. Hatte doch Julia Bertsch, der jüngste Spross des Hauses, selbst einige Jahre im Chor gesungen.

Ein buntes Bild zauberten die Urbanus Kids mit ihren Batik-Shirts auf die Bühne. Dazu passten Songs von der alten Moorhexe oder eine flotte Rock"n"Roll-Nummer. Als fünfstimmiges Ensemble kam der Nachwuchs Young Generation auf die Bühne. Vollends professionell wurde es beim großen Chor Urbanissimo. Natürlich gab Dirigent Uli Dachtler auch zu, dass man mit dem Auftritt ein bisschen Werbung mache fürs Konzert zwei Wochen später. Zufrieden mit dem Besuch war vor allem Gerhard Scherr, der Vorsitzende des Freundeskreises Stationäres Hospiz. Die Spenden der zahlreichen Gäste in der Baukelter waren für ihn ein wichtiger Teil zum Budget, das das Hospiz nicht vollkommen aus eigenen Einnahmen von Patienten decken kann.

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