Weihnachtskonzerte 2008

Donnerstag 18.12.2008 Kath. Kirche St. Josef Weinsberg
Samstag 20.12.2008 Kath. Kirche St. Oswald Wimmental

Montag 22.12.2008
Bericht und Bilder von Karin Freundenberger

Gänsehaut beim Dirigieren

 

Weinsberg - Mehr Besucher in der Kirche als beim Weihnachtsgottesdienst. Wer glaubt, dass es das gar nicht gibt, der hat noch nie das Weihnachtskonzert des Gesangvereins Urbanus Wimmental erlebt. Obwohl die Sänger dieses Jahr erstmals zwei Konzerte gaben und bereits am Donnerstag vergangener Woche in der Weinsberger Kirche St. Josef gastierten, platzte das kleine Kirchlein St. Oswald am Wochenende aus allen Nähten.

Großer Andrang Es waren nicht nur alle Sitzplätze belegt, auch die Treppen zur Empore waren brechend voll, und die letzten Gäste mussten sich mit einem Platz auf den Eingangsstufen zur Kirche im Freien begnügen. Trotzdem bereute keiner, über eine Stunde gestanden zu haben. Den Auftakt machten die Nachwuchschöre. Zunächst ließen die „Urbanus-Kids“ Glöckchen erklingen und musikalisch Knospen aufspringen.

 

Dann zeigten die Größeren der „Young Generation“ mit „I will follow him“, dass sie viel von Whoopi Goldberg gelernt haben - die allerdings in Wimmental Sandra Rupp heißt. Auf den Querflöten begleiteten Deborah, Carina und Lisa, mit der Geige Melissa.

Als der Urbanissimo-Chor anschließend mit „Amazing Grace“ den Hauptteil des Kirchenkonzerts eröffnete, herrschte ergriffene Stille unter den Zuhörern. Übers ganze Kirchenschiff verteilt, sorgten einige zusätzliche Sängerinnen dafür, dass eine perfekte Polyphonie die Gäste erreichte. Als Dirigent Uli Dachtler bei „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ ins Publikum hineindirigierte, zeigte sich schnell, dass auch dort viele gute Sing-Stimmen saßen.

 

Mit Humor Eine Weihnachtsgeschichte der besonderen Art las Wolfgang Fetzer vor. In humorvollen Worten erzählte er, wie der kleine Stern Desidorio sich in die hübschen rosa-lila Wölkchen verliebte, bei ihrer Verfolgung seinen Platz verließ und schließlich bei der rastlosen Suche des Heimwegs zum Stern von Bethlehem wurde.

Klar, dass der Chor nun mit Weihnachtsliedern wie „Vor langer Zeit in Bethlehem“ oder „Gloria“ antwortete. Zum feierlichen „O du fröhliche“ rief Dachtler nochmals die Kinder zum Mitsingen nach vorne, forderte aber auch alle anderen Besucher auf, einzustimmen. Was einen derart machtvollen Chorgesang hervorrief, dass sogar der Dirigent selbst hinterher zugab, eine Gänsehaut gehabt zu haben.

 

Tiere Das afrikanische „Sembe malaisha“ singend, verließen die Sänger die Kirche, um die Besucher musikalisch hinüber zu begleiten zur lebendigen Krippe. Vor allem die Kinder freuten sich, neben Maria, Josef und den in bunten Gewändern prächtig angetretenen Heiligen Drei Königen auch Schafe und einen Esel zu treffen. Grautier Peppino aus Waldbach entpuppte sich schnell als Star der Krippe und ließ geduldig viele Steicheleinheiten über sich ergehen. Fast hätten es die Kinder geglaubt, im Stall von Bethlehen statt bei der „Aktion Lebendiges Wimmental“ zu sein.

Trotz des Zusatzkonzertes in Weinsberg zog es übrigens viele Weinsberger nach Wimmental. „Hier ist es so schön heimelig“, begründete Heinz Nitsche seine Wahl. Aus Grantschen war Lisbeth Schoch gekommen. „Ich bin zwar mit meinen knapp 89 Jahren nicht mehr so mobil, aber dieses Konzert ist jedes Jahr so wunderschön, dass ich gerne Stammgast bin“, äußerte sie sich restlos begeistert. Mit beigetragen zum stimmungsvollem Ambiente auf dem Dorfplatz haben auch die Bläser um Franz Gebhart, die weihnachtliche Melodien zum Mitsingen boten.

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© Gesangverein Urbanus Wimmental 1910 e.V.