Jahreskonzert 2007

Lichtblicke

19. Mai 2007 Weibertreuhalle Weinsberg

vom 21.05.2007
Bericht und Bilder von Karin Freudenberger

 

Ovationen mal drei für Urbanissimo

Weinsberg - Bis in ihre Grundfeste erbebte die Weinsberger Weibertreuhalle am Samstagabend beim Konzert “Lichtblicke” des Gesangvereins Urbanus Wimmental. Gründe dafür gab’s gleich zwei. Zum einen brannten die Sänger des Chores Urbanissimo ein musikalisches Feuerwerk ab, das Weinsberg selten erlebt hat. Zum anderen bedankten sich die Zuhörer mit minutenlangen stehenden Ovationen - auch nach den einzelnen Liedern der Zugaben.
Wie die Zukunft der Wimmentaler Sänger aussieht, demonstrierten anfangs die Urbanus-Kids. Gekonnt stellten sie “Tante Trude Trippelstein” vor oder bewiesen beim Vogellied, wie kess sie auch pfeifen können. Der größere Nachwuchs, die zwölf Akteure von “Young Generation”, stimmten mit melodischem Summen auf “Moonlight shadow” ein und huldigten vierstimmig dem “Spring” (Frühling). Dirigiert wurden beide Gruppen von Sandra Rupp.


Vielfalt   Mit dem estnischen Wiegenlied “Hällilaul” weckte der Aktivenchor Urbanissimo beim Publikum die Lust auf mehr. Und dieses “Mehr” war ein Meer der Klangfülle, der Stilrichtungen, der stimmlichen Vielfalt. Vom lautmalerischen “Adiemus” gingen die Sänger über zu “Die Himmel rühmen” und dem feierlichen Halleluja. Einem Lobgesang, den das Publikum schon als ersten großen Höhepunkt begeistert honorierte.
Manch einer hätte für eine Wiederholung gerne die Zeit angehalten, doch der Chor konterte mit “One moment in time”, danach mit dem gefühlvoll intonierten alten Volkslied “Erlaube mir feins Mädchen” und einem polnischen Trinklied.


Abba-Sound   Zum Schmunzeln regten die Ringelnatz-Vertonung vom abgesprungenen Knopf und der Nasengymnastiksong “Mah-na-mah-na” an. Als der Videobeamer auf die Großleinwand dunstige Impressionen der Golden Gate Brigde warf, untermalten die Sänger dies mit “Brigde over troubled water”. Fetzig ging’s weiter im Boogie Woogie Fever und im Abba-Sound.
Spätestens als der Block mit Gospels kam, blieb keine Hand im Publikum mehr im Schoß ruhen. So wie sich der Chor in einen wahren Rausch der Begeisterung gesungen hatte, klatschen jetzt auch die Zuschauer mit. Längst hatte auch die angespannte Haltung von Chorleiter Uli Dachtler am Keyboard einem strahlenden Gesicht Platz gemacht. Als die letzten Töne aus dem Musical Hair verklungen waren, gab’s im Publikum kein Halten mehr. Die Leute forderten mehrfach lautstark mit stehenden Ovationen zu fünf Zugaben auf.


VfB-Wappen   Oder lagen vielleicht die standing ovations am Repertoire? Immerhin hieß der erste Titel “Steh auf” von Marius Müller-Westernhagen. Die Lacher auf seiner Seite hatte der Chor, als bei “We are the world” zuerst ein Bild der Erde aus dem Weltraum aufgenommen eingeblendet wurde, und danach dieses Bild ins Wimmentaler Wappen überging. Topaktuell kam noch das Wappen des VfB Stuttgart dazu. Als Glückwunsch zur Meisterschaft überbrachten die Sänger noch “Die Rose” und wünschten schließlich ihren Gästen musikalisch “Guten Abend, gute Nacht”.
“Mir hat’s selber gefallen”, sagte Dachtler anschließend. Und untertrieb damit grenzenlos angesichts der unzähligen Komplimente, die der Chor von Seiten der Besucher in der Weibertreuhalle erhielt. Die Gäste freuten sich nicht nur über eine harmonische Gesamtleistung auf Profiniveau, sondern bewunderten auch die Solisten Fritz-Peter Ostertag, Bärbel Henle, Gabi Ostertag-Weller und Beatrice Schmitt.

 

 

 

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